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Zu viel, um es in einem passenden Titel zusammenzufassen

Doppelleben sind was feines... Vor allem wenn man ständig eine Höllenangst hat, dass irgendwer irgendwas rausfindet. Vor allem, dass die Familie was davon spitz kriegt. Also hab ich mich heute wieder mit einer Ausrede zu dem Termin beim Lebensberater begeben, in der Hoffnung, dass niemand jemals herausfindet, dass ich da regelmäßig hingehe. Aber ich muss dieses Doppelleben noch ein oder zwei Jährchen aufrecht erhalten. Solange, bis ich endlich ausziehen kann und mir die Familie gestohlen bleiben kann.

Es ist schon irgendwie... beschissen, wenn man als 24jährige nicht frei leben kann und sich permanent in der Höhle des Löwen verstecken muss. Wenn ich es nicht tue, bricht alles zusammen. Und das wäre der Supergau, der mich die Brücke runtertreiben würde. 

Wenn nur diese verdammte Angst nicht wäre...

Wie oben schon gesagt, hatte ich heute wieder einen Termin beim Lebensberater. Und wie fast jedesmal bin ich voll mit teilweise ungreifbaren Gedanken im Kopf und etwas aufgewühlt da rausgegangen. Und langsam frage ich mich, was ist Leistung? Wann hat man etwas geleistet? Ich habe ihm gesagt, dass ich in der Studienberatung war und so wegen meiner Studiengangsumstellung und dass sich da jetzt alles geklärt hat. Er hat das als recht große Leistung angesehen. Er meinte, ich hätte da ja schon was geschafft. Ich seh das aber nicht als Leistung an. Was ist denn dabei, zum Studentensekretariat zu gehen und zur Studienberatung, um sich einstufen zu lassen und sich sagen zu lassen, was man machen muss, um das Studium umzustellen? Ich selbst sehe da keine große Leistung... Da hat er natürlich drauf erwidert, dass da wieder meine typische Einstellung sei (dieses mich selbst herabsetzen), dieses "ich hab ja bisher auch noch nie was geleistet oder erreicht".

Ich verlange zu viel von mir selbst.... ? .... Aber alles andere ist doch lächerlich... Oder nicht? 

Und jedes Mal, wenn ich da war, wird mir immer wieder aufs neue klar, dass ich nicht gerade unter optimalen Bedingungen aufgewachsen bin und dass ich tatsächlich noch nicht wirklich 24 bin. Es wird mir jedesmal klar, dass ich hier zu Hause gefangen bin. Dass ich die ganze Zeit nur kämpfen muss. Ich muss um meine Privatsphäre kämpfen. Ich muss um Anerkennung kämpfen, ich muss darum kämpfen irgendwie ernst genommen zu werden. Ich muss darum kämpfen, dass meine Eltern endlich mal merken, dass ich seit 6 Jahren Volljährig bin und sie mir nichts mehr zu sagen haben. Ich muss mir Abstand zu meinen Eltern erkämpfen. Und ich muss gegen mich selbst kämpfen, dass es bei mir selbst mal ankommt, dass ich nicht mehr von meinen Eltern abhängig bin, dass ich eigentlich frei sein sollte. Dass ich auf eigenen Beinen stehen könnte. Ich muss mich aus dieser Familie rauskämpfen. Und das geht nicht auf sanfte Art. Aber was in meinem Leben war bisher schon sanft? 

Und all das muss ich allein und ohne Rückhalt von irgendwo machen. 

Das macht mich so wütend. Eine ohnmächtige Wut steigt in mir auf, reichert sich an, bis sie explodiert und ich sie wieder gegen mich richte.

Ich bin dieses Leben so satt.

Und so verabscheue ich mich selbst. Dass ich es nicht schaffe, mich von zu Hause normal wie jeder andere abzunabeln, auszuziehen, ein eigenes Leben aufzubauen, ohne Therapeuten zu brauchen, ohne Medikamente zu brauchen, die meine Stimmung aufhellen sollen, damit ich mich nicht umbringe. Was ist denn das für ein Leben??? Wie erbärmlich ist denn das? 

Andere schaffen es doch auch, glücklich zu sein, andere kriegen ihr Leben doch auch auf die Reihe. Warum nicht ich? 

7.8.09 17:21
 
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